BŘrgerinitiative L125-VORAUS e.V.
Stand: 31. Januar 2012

19.11.2010: Es reicht - uns reichts!

Unter diesem Motto kamen am 19.November 2010 rund 200 Unterst├╝tzer unserer B├╝rgerinitiative zu einem bunten Demonstrationszug auf der B3 zusammen. Neben B├╝rgermeister J├Ârg Czybulka und zahlreichen Gemeiner├Ąten aus allen Fraktionen beteiligten sich  auch unsere Kreisr├Ątinnen Regina Stork (FDP)  und Karin M├╝ller-Sandner (B├╝ndnis 90 Die Gr├╝nen)  sowie die zuk├╝nftige Landtagskandidatin der SPD,  Gabriele Rolland, an dieser Protestaktion. W├Ąhrend der Demonstration wurde Schallstadt vom Batzenberg aus mit Verkehrsl├Ąrm „aus der Dose“  beschallt, um den B├╝rgern der Gemeinde einen kleinen Eindruck davon zu verschaffen, was uns die geplante Ortsrandstra├če bescheren w├╝rde.

In Ansprachen von L125-Voraus, BIG-Norsingen, Herrn B├╝rgermeister Czybulka sowie den Vertretern der Gemeinderatsfraktionen wurden die wesentlichen Forderungen der Gemeinde Schallstadt  an die f├╝r die Verkehrsplanung verantwortlichen Politiker ge├Ąu├čert:  keine Politik gegen die B├╝rger, d.h. keine zus├Ątzlichen Stra├čenbauma├čnahmen , sondern Verkehrsentlastung  durch Verlagerung des LKW-Durchgangsverkehrs auf die nahegelegene Autobahn und  Reduzierung des Tempos auf den Ortsdurchfahrten. Dies ist nahezu kostenneutral und sofort umsetzbar wie man in anderen Gemeinden sehen kann. Die Gemeinde Kippenheim hat auf der B3 seit Jahren ein n├Ąchtliches Durchfahrtsverbot f├╝r LKW, Tiengen und Munzingen hatten schon vor der Abstufung der B31 zur Kreisstra├če Tempo 30 auf den Ortsdurchfahrten  und  selbst auf der vierspurigen  B31 in Freiburg ist dies m├Âglich.

Im ganzen Land fehlen nicht nur f├╝r unz├Ąhlige bereits planfestgestellte Stra├čenprojekte die finanziellen Mittel, sondern es steht nicht einmal f├╝r die Sanierung und Instandhaltung des  bereits vorhandenen Stra├čennetzes genug Geld zur Verf├╝gung.  Die Politik ist am Zug! Es ist jederzeit m├Âglich, in Schallstadt und Norsingen – vielleicht im Rahmen eines Pilotprojektes zun├Ąchst nur versuchsweise - verkehrsbeschr├Ąnkende Ma├čnahmen umzusetzen.

Die amtierenden Politiker sollten in Hinblick auf die Finanzen, den Landschafts- und Naturschutz und die Einsparung von Fl├Ąchen diese Alternative, die von der Gemeinde Schallstadt entwickelt und ins Verfahren eingebracht wurde, dankbar aufgreifen. Realistisch gesehen – wie jeder wissen m├╝sste -  ist dies ohnehin die einzige L├Âsung, will man die Menschen an der Ortsdurchfahrt ├╝berhaupt noch zu deren Lebzeiten wirkungsvoll entlasten!

Gleich im Anschluss an die Demonstration fand in derWinzergenossenschaft ein Diskussionsgespr├Ąch mit dem zuk├╝nftigen Landtagskandidaten der CDU, Herrn Bernhard Sch├Ątzle, statt. Dieser nutzte die Chance den Schallstadter B├╝rgern zuzuh├Âren, seinen Kenntnisstand ├╝ber die Verkehrsproblematik zu erweitern und versprach, die Erkenntnisse an die entsprechenden Stellen weiterzutragen. Wir werden ihn an seinen Taten zu messen haben.

Es ist gut, dass erneut so viele B├╝rgerinnen und B├╝rger – heute im Schulterschluss mit dem Gemeinderat und B├╝rgermeister – auf die Stra├če gegangen sind mit der Forderung, die Planung f├╝r eine „Umfahrung“ endg├╝ltig zu stoppen. Schallstadt kann keine weitere Hauptverkehrs-Trasse entlang der Wohnbebauung schultern. Wir m├╝ssen dranbleiben. Stuttgart 21 darf sich am Batzenberg nicht wiederholen!

Lesen Sie hier das Flugblatt zur Demo :
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