1959 - 1979

1959 - 1975

Laut späterer Aussage » 1 des Regierungspräsidiums (RP) ist das Schneckental schon im Jahr 1959 im Gespräch für die Verlegung der B3 zwischen Freiburg und Bad Krozingen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrten (OD) von Schallstadt und Norsingen.

Im Jahre 1969 sprechen sich alle Fachbehörden im RP Freiburg ohne Gegenstimme für die sogenannte Schneckentaltrasse als beste Trasse für die B3 zwischen Freiburg und Bad Krozingen aus. Sie sei die verkehrstechnisch zweckmäßigste Lösung unter größtmöglicher Schonung von Wohnsiedlungen.

Offenbar war vor 1974 sogar bereits ein Linienbestimmungsverfahren nach §16 FStrG für den Abschnitt St. Georgen bis Bad Krozingen durchgeführt und abgeschlossen worden.» 2 Darauf basierend sollte 1975 mit den Planungen der Schneckentaltrasse begonnen werden.

1978

Nachdem die Schneckentaltrasse seit fast 20 Jahren in den Vorplanungen verankert und allgemein anerkannt ist, kommt es zu massiven Einwendungen der „Bürgerinitiative für Landschaftsschutz am Batzenberg“ (Pfaffenweiler und Kirchhofen) gegen die Schneckentaltrasse. In Schallstadt versucht der seit 1973 bestehende „Bürgerausschuss zur Verlegung der B3 durchs Schneckental“ dem entgegen zu wirken.

Eine Petition (Nr. 4497 vom April 1978) der „Bürgerinitiative für Landschaftsschutz am Batzenberg“ an den Landtag, die zur Schonung des Schneckentals eine „Alternative West“ fordert, wird vom Petitionsausschuss abschlägig entschieden.

Die Naturschutzverbände nehmen sich der Sache an. Hermann Dahl vom Landesnaturschutzverband (LNV) bringt - damals noch gegen Widerstände aus dem RP - die ortsnahen, direkt mit der Bahn gebündelten Umfahrungen

  • Ostumfahrung Schallstadt,
  • Westumfahrung Norsingen,
  • Westumfahrung Bad Krozingen (parallel zur Bahntrasse)

in die Diskussion ein » 3, um Fläche zu sparen und die Ortschaften möglichst effektiv entlasten zu können.

Anmerkung:

Hieraus entsteht im Lauf der Jahre der „Kompromiss“ der sogenannten „Schlingenlösung“ als Alternativplanung zur Schneckentaltrasse (siehe » 1985). Die Schlingenlösung sieht eine weiträumige Ostumfahrung statt der von Herrmann Dahl vorgeschlagenen Westumfahrung Bad Krozingens vor, die von Bad Krozingen nie akzeptiert wurde

Im Januar 2006 (siehe dort) hat Herrmann Dahl seinen damaligen Vorschlag offiziell widerrufen und sich im Namen des LNV eindeutig für die Schneckentaltrasse ausgesprochen (Link).

1979

Die vierspurige B3 Ortsumfahrung (OU) von Freiburg St. Georgen bis zum Ortseingang Schallstadt wird genehmigt. Auf Schallstadter Gemarkung werden dafür 19 Hektar Land zur Verfügung gestellt, unter der Zusage, die weitere Verlegung der B3 zwischen Schallstadt und Bad Krozingen werde wie geplant in einem zweiten Bauabschnitt durch das Schneckental erfolgen.

Der Planungsentwurf des RP sieht dort eine 8,50 m breite Straße vor.» 4

 

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