BŘrgerinitiative L125-VORAUS e.V.
Stand: 11. Januar 2010

Was wir fordern

 

 1. Einstellung des Planfeststellungsverfahrens f├╝r die B3 Ortsumfahrung Schallstadt, d.h. Verzicht auf die sogenannte Schlingenl├Âsung  

Das bereits vorhandene Stra├čennetz ist f├╝r das Verkehrsaufkommen zwischen Freiburg und Bad Krozingen ausreichend.

Aus topographischen Gr├╝nden ist eine f├╝r die Gemeinde Schallstadt annehmbare, vertr├Ągliche Linienf├╝hrung entlang des Batzenbergs nicht m├Âglich. Eine zus├Ątzlich zur Bahntrasse aufgeb├╝rdete Verkehrstrasse im unmittelbaren Umfeld der Wohnbebauung ist unzumutbar.

 

2. Eine verkehrsgerechte Ausgestaltung der bereits bestehenden „Schneckentaltrasse“ (L125 und K4982) mit optimierter Anbindung an die Umfahrung von Bad Krozingen (Knotenpunkt: K4982 / B3 neu) 

 

Die Schneckentaltrasse ist aus fachlicher Sicht die sinnvollste  k├╝rzeste und ortsdurchfahrtsfreie Verbindung der 4-spurigen B3 n├Ârdlich von Schallstadt mit der B3 Ost-Umfahrung von Bad Krozingen. Sie hat Entlastungsfunktion f├╝r die Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen.

Zwischen Schallstadt und Ehrenkirchen ist die L125 inzwischen auf 6,50m ausgebaut. Vom Regierungspr├Ąsidium wurde eine beidseitige Tonnagebeschr├Ąnkung f├╝r Lkw ├╝ber 7,5t verf├╝gt, obwohl die aufw├Ąndigen L├Ąrmschutzma├čnahmen entlang der L125 bei Pfaffenweiler f├╝r 1600 Lkw pro Tag ausgelegt sind. Die Verantwortlichen f├╝hren den Lkw-Verkehr bewusst durch die Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen, obwohl eine ortsdurchfahrtsfreie Alternativroute zur Verf├╝gung steht. » Forderungen im Wandel.
 

Dass eine 6,50m breite Stra├če selbst f├╝r ein t├Ągliches Verkehrsaufkommen von ├╝ber 27.000 Kfz inkl. Lkw ausreichend ist, zeigt das Beispiel der L1144 in Stuttgart. Sie ist Bestandteil des laufenden Planfeststellungsverfahrens „Neckarquerung“ und soll - wie die folgenden Planungsunterlagen zeigen - entsprechend belastet werden.

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Landstra├čenbreite 6,50 m, L1144 Aldingen (JPG / 112,26 KB)
 
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├ťbersicht Aldingen (JPG / 177,33 KB)
      
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Planskizze 1144 (JPG / 190,47 KB)

Das zeigt, dass auch eine „nur“ 6,50 m breite L125 das erwartete Verkehrsaufkommen am Batzenberg auch ohne zus├Ątzliche Umfahrungen gut bew├Ąltigen kann.

 

3. Der Autobahnzubringer Bad Krozingen muss leistungsf├Ąhig bleiben

Laut Planfeststellungsbeschluss f├╝r die B3-Umfahrung Bad Krozingen soll die neue B3 (heutige L123) im Norden der Kurstadt in einem gro├čen Bogen vorfahrtsberechtigt an die alte B3 angebunden werden. Der Autobahnzubringer (L120) w├╝rde dann T-f├Ârmig, d.h. nur noch untergeordnet einm├╝nden.
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Plan n├Ârdl. Bad Krozingen (JPG / 894,3 KB)

Die Leistungsf├Ąhigkeit des Autobahnzubringers w├Ąre dadurch deutlich eingeschr├Ąnkt, der Weg Richtung Autobahn erschwert und das Verkehrsaufkommen auf der B3 w├╝rde unn├Âtigerweise zunehmen. Dies ginge  zu Lasten der Wohnbev├Âlkerung westlich des Batzenbergs.

Stand Juli 2009:

Laut Aussage des Regierungspr├Ąsidiums ist der planfestgestellte
Knotenpunkt n├Ârdlich von Bad Krozingen
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Plan n├Ârdl. Bad Krozingen (JPG / 894,3 KB)
nicht
leistungsf├Ąhig genug und wird deshalb ├╝berplant. Im Zuge dieser
├ťberplanung wird im Juli 2009 bereits ein Kreisverkehr realisiert.
 

4. Umsetzung eines alternativen Verkehrskonzepts zum Nutzen der gesamten Region basierend auf dem vorhandenen Stra├čennetz


Die von Dipl. Ing. Hans Billinger entwickelte „Studie zur Stra├čenneuordnung zwischen Freiburg und Bad Krozingen mit dem Schwerpunkt st├Ądtebaulicher Verbesserungen f├╝r Schallstadt und Ehrenkirchen “ geht von den Vorgaben des Bundesrechnungshofs aus, autobahnparallele Bundesstra├čen wie die B3 abzustufen.
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Verkehrsstudie (PDF / 1,7 MB)

Nach Abstufung und/oder Verlegung der heutigen B3 zwischen Freiburg und Bad Krozingen auf die A5 (wie bereits bei der B31 praktiziert) sollen u.a. folgende Ma├čnahmen umgesetzt werden:

  1. Tonnagebeschr├Ąnkung f├╝r den Lkw-Durchgangsverkehr in den Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen und, wenn dies sichergestellt ist, auch auf der L125 ("Lkw auf die Autobahn!" )
  2. Geschwindigkeitsbeschr├Ąnkungen und damit Entschleunigung des Verkehrs in den verbleibenden Ortsdurchfahrten (eine Temporeduzierung von 50 auf 30km/h mindert die L├Ąrmbelastung in gleichem Ma├če wie eine Halbierung des Verkehrsaufkommens)
     

Diese verkehrslenkenden und verkehrsbeschr├Ąnkenden Ma├čnahmen dienen dem Schutz der Wohnbev├Âlkerung rund um den Batzenberg und k├Ânnen zeitnah umgesetzt werden.

Weiter lesen:
» Forderungen im Wandel